Dornier Do X1924 entwickelte Claude Dornier das größte jemals kommerziell eingesetzte Flugboot, die Do X. Lange musste er mit dem Reichsverkehrsministerium verhandeln, ehe es die Konstruktion 1926 genehmigte: Die außergewöhnlichen Maße und Gewichte dieses Flugschiffes mit seiner aus zwölf Motoren bestehenden Triebwerkanlage sprengten die bisherigen Dimensionen des internationalen Flugzeugbaus. Erstmals wurde in der Geschichte des Flugzeugbaus ein hölzernes Modell in Originalgröße für Vorversuche genutzt, um mögliche Fehlerquellen frühzeitig erkennen zu können. Das Dornier-Werk Altenrhein erhielt für den Bau und den Start des für damalige Verhältnisse gigantischen Flugschiffes eine Montagehalle mit Ablaufbahn. Das in Ganzmetallbauweise konstruierte Flugschiff absolvierte am 12. Juli 1929 seinen Jungfernflug. Am 21. Oktober 1929 mit insgesamt 169 Passagieren, darunter zehn Besatzungsmitglieder, flog die Do X in einem einstündigen Rundflug über den Bodensee. Dieser Rekord wurde 20 Jahre lang nicht überboten. Im mehr als 140 weiteren Starts und Landungen bestanden die einzelnen Teile des Flugschiffes ihre Leistungstests. Ein Problem hatte sich jedoch mit den Motoren ergeben: Weil sich die zwölf luftgekühlten Siemens-Bristol-Jupiter-Motoren, die in sechs Tandemgondeln über dem Flügel eingebaut waren, nicht ausreichend kühlen ließen, wurden sie durch stärkere, wassergekühlte Maschinen des Typs Curtiss Conqueror ersetzt. Die Do X startete am 5. November 1930 von Friedrichshafen zu einer Reise durch Europa, zur Küste Westafrikas, Südamerika und schließlich nach Nordamerika mit Ziel New York. Hier traf das Flugschiff unter großem Jubel der Bevölkerung am 27. August 1931 ein. Nach umfangreichen Wartungsarbeiten trat das Flugschiff am 19. Mai 1932 seine Rückreise an und landete schließlich auf dem Berliner Müggelsee. Insgesamt hatte die Do X auf ihrer Reise eine Strecke von 35.285 Kilometern in einer Flugzeit von 210 Stunden und 41 Minuten zurückgelegt. Die Do X hatte drei Decks: Im Oberdeck befanden sich Cockpit, Navigations- und Funkraum sowie die Maschinenzentrale - die Motoren waren im Flug zugänglich. Das Hauptdeck bot Platz für etwa 66 Passagiere. Im Unterdeck wurden Kraftstoff und Vorräte gelagert. Neben dem ersten für Deutschland gebauten Flugschiff wurden noch Anfang der dreißiger Jahre zwei Flugschiffe, die Do X2 beziehungsweise Do X3 für Italien gefertigt. Spektakulär war, dass beide Flugzeuge die Alpen in einer Höhe von 3200 Metern Höhe überquerten. Sie dienten dem italienischen Luftfahrtministerium als Schulungs- und Transportflugzeuge. Beide wurden 1935 außer Dienst gestellt und verschrottet. In den 30er Jahren war die Do X im Kurzstreckenbetrieb nicht ausgelastet während ihre Reichweite von 1,700 Kilometern für eine Langstrecken nicht ausreichend war. Das Flugschiff wurde 1934 dem Luftfahrtmuseum in Berlin übergeben, wo es 1945 während des Zweiten Weltkrieges bei einem Bombenangriff zerstört wurde. Technische DatenDo X
Leistung
Gewicht
Abmessungen
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