Der einsitzige Jagd-Hochdecker Dewoitine D.1 entstand auf Grund einer Ausschreibung des französischen Service Technique de l'Aéronautique. Sie war das erste Flugzeug, das der Konstrukteur Emile Dewoitine entwarf, nachdem er 1920 seine eigene Firma gegründet hatte. Der Prototyp erhob sich im November 1922 in die Luft.
Von der Dewoitine D.1 wurden 29 Stück für Frankreich gefertigt. An Auslandsbestellungen gingen 79 Stück nach Jugoslawien, zwei in die Schweiz und eine nach Japan. Von der an die italienische Firma Ansaldo verkauften D.1bis wurden für die Regia Aeronautica 112 Jäger mit der Bezeichnung D.1ter in Lizenz gefertigt, die teilweise bis 1929 im Einsatz waren. Die französische Marine kaufte bei Ansaldo 30 D1.ter. Die Hälfte dieser Maschinen wurde auf dem Flugzeugträger "Béarn" eingesetzt. Die Weiterentwicklung dieser Maschine war die etwas kleinere Ansaldo AC 2.
Der als gestielter Hochdecker ausgelegte Jagdeinsitzer hatte einen aus Metall konstruierten Rumpf mit ovalem Querschnitt, der mit Duralblech beplankt war. Die Tragflächen stützten sich auf jeder Seite mit zwei Metallstreben gegen den Rumpf ab. Das Tragwerk war mit Stoff bespannt. Der Prototyp D.1.01 wurde von einem 300 PS (221 kW) starken Hispano-Suiza-Reihenmotor 8Fb mit doppelten Lambert-Kinnkühlern angetrieben. Allerdings wurde das verkleidete Baldachinpodest des Prototyps bei den folgenden Maschinen D.1bis durch ein Strebengerüst ersetzt, damit der Pilot eine bessere Sicht hatte. Bei der in Italien gefertigten D1-ter waren die Kühler an den vorderen Streben des nicht einziehbaren Fahrwerks montiert worden. Sie hatte zudem kürzer gespannte Tragflächen mit einer längeren Profilsehne.